Zukunft der Lebensmittelproduktion: Stadt und Land

Zukunft der Lebensmittelproduktion: Stadt und Land

Wir leben zunehmend im Spannungsfeld zwischen Effizienz und Akzeptanz, Stadt und Land, bäuerlicher Landwirtschaft und Industrialisierung, lokaler Produktion und Weltmärkten, Fortsetzung und Neuausrichtung. Die Erde kommt an einen Punkt, wo unsere derzeitige Form der Lebensmittelproduktion an ihre Grenzen stößt. 

Kontakt mit der Lebensmittelproduktion geht verloren

Täglich ziehen weltweit rund 60.000 Menschen vom Land in die Stadt. Die Entfremdung der Menschen von der Produktion ihrer Lebensmittel schreitet voran. In Europa empfinden immer mehr Menschen, besonders die Stadtbewohner, diese Entfremdung als Mangel oder Verlust. Die Menschen interessieren sich wieder dafür, wie ihre Lebensmittel erzeugt werden, wie Natur funktioniert, wie ihre Ernährung mit den ökologischen Folgen der Landwirtschaft zusammenhängt und wie wir unsere Nutztiere behandeln. Wir müssen gemeinsam herausfinden, wie wir in Zukunft die Lebensmittelproduktion gestalten wollen.

Dokumentation direkt auf Arte: http://www.arte.tv/guide/de/047870-000/wie-wird-die-stadt-satt

Die Arte Dokumentation „Wie wird die Stadt satt?“ von Irja Martens und Team, stellt unterschiedliche Modelle für die Lebensmittelproduktion der Zukunft gegenüber. Die Filmemacher besuchen Dr. Peter Smeets von der Universität Wageningen, der zu stadtnahen sogenannten „Agribusiness Parcs“ forscht. Die Agro-Parcs kann man als einen weiteren Schritt in der Industrialisierung der Landwirtschaft verstehen. Die Effizienz der Produktion steht im Mittelpunkt.

Effizienz, Ökologie und Verteilung

Der Film lässt aber ebenso Ökolandwirt Felix zu Löwenstein zu Wort kommen, der die ökologischen Aspekte und die Verteilungsprobleme unserer derzeitigen Lebensmittelproduktion aufzeigt. Seiner Meinung nach haben wir kein Effizienzproblem sonder ein Verteilungsproblem in der Lebensmittelproduktion. Felix zu Löwenstein schaut auch verstärkt auf langfristige Entwicklungen, wie den Verlust und die Qualität unserer landwirtschaftlich genutzten Böden, auch Folgen der Nutzungformen, die wir betreiben.

In Berlin besucht die Filmcrew den Prinzessinnengarten, der eine wichtige Anlaufstelle für diejenigen Bewohner der Stadt ist, die sich für urbanes Gärtnern interessieren.

Landwirtschaft wird gesellschaftliches Thema

Der Film „Wie wird die Stadt satt?“ wirft damit die grundsätzlichen Fragen zu unserer Ernährungskultur und Lebensmittelproduktion der nahen Zukunft auf und führt uns an unterschiedliche Lösungsmodelle heran. Spannend und interessant für alle, die sich für Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und Ernährung interessieren.

Weitere Links

Arte Webseite „Wie wird die Stadt satt?“

Prinzessinnengarten in Berlin

FOOD CRASH: Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr

Dr. Peter Smeets, Wageningen UR

Website von Wageningen University

Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.