Wirtschaftsordnung für die Bio-Branche

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Wirtschaftsordnung für die Bio-Branche

Auf der BioFach 2013 stellte Christian Felber die Gemeinwohl-Ökonomie vor, eine Wirtschaftsordnung die zur Bio-Branche passt und nicht den finanziellen Gewinn als Ziel definiert, sondern den Beitrag zum Gemeinwohl der Gesellschaft.

Kooperation statt Konkurrenz

Christian Felber ist Politikwissenschaftler, Publizist und Autor und Mitbegründer der Gemeinwohl-Ökonomie und Mitinitiator der Demokratischen Bank, Österreich. Mit dem Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie macht Felber einen konkreten Vorschlag für eine neue Wirtschaftsordnung, in der das Streben nicht auf Profit  ausgerichtet ist, sondern auf Lebensqualität allgemein und das Wohl der Gesellschaft. In diesem Wirtschaftssystem werden alternative Wirtschaftsformen gefördert und erhalten eine Perspektive gegenüber konventionellen, konkurrenzorientierten, gewinnmaximierenden, nicht nachhaltigen und unsolidarischen Unternehmen, so Felber.

Hier das aktualisierte und erweiterte Buch von Christian Felber.
Die Gemeinwohl-Ökonomie: Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe: Eine demokratische Alternative wächst

Wichtige Ergänzung auf dem Weg der Bio-Branche

In einem gut besuchten Vortrag auf der BioFach stellte Felber diese Wirtschaftsordnung und wesentliche Elemente vor, wie die Gemeinwohl-Bilanz.

Ich konnte den Vortrag aufzeichnen und möchte ihn hier mit euch teilen und zur Diskussion stellen. Die reine Audio-Version liegt auf Soundcloud, wo ihr eure Anmerkungen direkt an der passenden Stelle im Audio-Stream machen könnt. Das erleichtert es einen direkten Bezug zu den Aussagen von Christian Felber herzustellen.

Wer den Vortrag lieber mit Bild auf YouTube sehen möchte, findet hier das Video “Gemeinwohl-Ökonomie: Kooperation statt Konkurrenz BioFach 2013″

Mit kleinen Schritten Richtung Paradigmenwechsel

Für mich bleibt die Frage, wie wir es schaffen können, von der derzeitigen Wirtschaftsordnung zu einer Gemeinwohl-Ökonomie zu gelangen. Ich kann den Ansatz von Felber nachvollziehen, in kleinen Schritten zu tun, zu machen und umzusetzen. Schritt für Schritt, von kleinen Initiativen hin zu größeren Schritten. Parallel, denke ich, bedarf es jedoch auch der intensiven politischen Auseinandersetzung.

Im Anschluss an den Vortrag von Christian Felber, berichtete Hilde Fauland-Weckmann von ihren Erfahrungen mit dem Instrument der Gemeinwohl-Bilanz in ihrem Unternehmen “Märkisch Landbrot GmbH”. Prof. Dr. Franz Theo Gottwald von der Schweisfurth-Stiftung, Manuel Pick von ÖMA Beer GmbH Ökologische Molkereien Allgäu und die Redner Hilde Fauland-Weckmann und Christian Felber diskutierten zum Abschluss der Veranstaltung mit dem Publikum über die Idee und Umsetzung der Gemeinwohl-Ökonomie.

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