Moltkemarkt − Abendmarkt in Bochum am Springerplatz

Moltkemarkt − Abendmarkt in Bochum am Springerplatz

Mit dem Moltkemarkt hat die Stadt Bochum ihren ersten Abendmarkt bekommen. Am Freitag den 27. September eröffnete der Wochenmarkt auf dem neu gestalteten Springerplatz.

Die Menschen emotional ansprechen

Ein Wochenmarkt am Abend ist anders als ein Markt am Morgen. Die Abendstimmung ist emotionaler, erklärt Herwig Niggemann, einer der drei Initiatoren des Moltkemarktes. Der Wochenmarkt ist Freitag von 16 Uhr bis 20 Uhr geöffnet und bietet neben den Einkaufsmöglichkeiten für frische regionale Lebensmittel auch Feinkost und Speisen vor Ort. Berufstätige können so nach Feierabend auf dem Moltkemarkt ihre Einkäufe erledigen und gesellig bei leckerem Essen in den Abend gleiten.

Die Eröffnung des Moltkemarktes war gut besucht. Es kamen Anwohner aus dem Viertel und neugierige Menschen, die sehen wollten, was hinter dem Konzept des Abendmarktes steckt. Einige Eindrücke vom ersten Markttag findet ihr im Video.

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Springerplatz im Wandel

Der Springerplatz liegt in einem Viertel in Bochum, das früher das „Blaubuxenviertel“ genannt wurde, als es noch ein traditionelles Arbeiterviertel war. Später war die Gegend rund um den Springerplatz eine eher „verruchte“ Ecke, wie Passanten berichteten. Inzwischen hat sich der Charakter des Viertels weiter gewandelt, schicker ist es geworden. Auf dem Springerplatz wurde der ehemalige Bunker, das „Zentralmassiv“, von Grund auf modernisiert. In das neue Gebäude ist das SAE Institute eingezogen, eine international Ausbildungsstätte für Tontechnik, Film, 3D-Animation und Multimedia.

Genuss und Geselligkeit

Neue gastronomische Angebote, wie das „Café Treibsand“ oder das Restaurant „Osteria al Vecchio Torchio“ haben im letzten Jahr den Springerplatz bereichert. Kulturelle Angebote versuchen im Viertel Fuß zu fassen. Eine interessante Ausgangslage für den Moltkemarkt und den Springerplatz. Wenn der Abendmarkt gut anläuft, planen die Betreiber den Dienstag als zweiten Markttag anzubieten.

Zwischen Aufwertung und Gentrifizierung

Es bleibt zu hoffen, dass die Stadt Bochum im alten „Blaubuxenviertel“ den Spagat schafft zwischen der gewünschten Aufwertung und den Gefahren der Überteuerung des Wohnraums. Die Industriegesellschaft, wie sie das alte „Blaubuxenviertel“ prägte, liegt inzwischen weit zurück. Die Dienstleistungsgesellschaft verabschiedet sich gerade.

Auf dem Weg in die Zukunft, werden Raum und Zeit für unsere Arbeitsprozesse eine geringere Rolle spielen. Das öffnet uns neue Möglichkeiten des Zusammenlebens. Geselligkeit, Genuss und Austausch zwischen den Menschen können wir neu gestalten. Der Springerplatz und mit ihm der Moltkemarkt schaffen gute Voraussetzungen, um ein positives Beispiel zu geben.

Was haltet ihr vom Abendmarkt? Und wie seht ihr die Entwicklung des Viertels rund um den Springerplatz?

Nutzt die Kommentare, um eure Meinung zu äußern.

Weiterführende Links

Website Moltkemarkt

Markt in Bochum auf Facebook 

Dankeschön an

Blog Genussbereit von Peter Krauskopf

Ines Machemer, Die Bio-Küche Bio-Catering in Bochum

Katrin Manzke, Im Glas Feinkost von Hand zubereitet

Bochum bewegen

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