Klimakochbuch: Essen hat Einfluss auf das Klima

Klimakochbuch: Essen hat Einfluss auf das Klima

„Das Klimakochbuch“ hilft uns zu begreifen, wie wir unsere Ernährung klimafreundlicher machen können. Im Mittelpunkt stehen regionale und saisonale Rezepte sowie die Verringerung von tierischen Zutaten in unserem Essen. Herausgeber des Kochbuchs ist die BUND-Jugend, die zusammen mit ihren Ehrenamtlichen, die Rezepte und Informationen zusammengestellt hat.

Große Vielfalt, wenig Fleisch

Badische Grießsuppe, Wintersalat mit Postelein und Topinambur, Wirsingrolle mit Maronen-Tofu-Füllung, Veganes Gulasch Szegediner Art, Milchreis mit Rhabarber-Kompott oder Birnenmousse mit Holunder-Sabayon sind Beispiele für klimafreundliche Rezepte, die uns das Kochbuch vorstellt.

Mit dem Klimakochbuch die Essgewohnheiten anpassen

Rund 20 Prozent der Treibhausgase in Deutschland gehen auf unsere Essgewohnheiten zurück. Wenn wir darauf achten, welche Lebensmittel wir essen, wie diese hergestellt, transportiert, vermarktet und zubereitet werden, dann können wir die negativen Auswirkungen auf das Klima verringern. Die ersten Kapitel des Buches beschreiben die Zusammenhänge und geben Empfehlungen, wie wir unser Verhalten anpassen können. Zu den Tipps für eine klimafreundliche Ernährung gehören:

  • Klasse statt Masse,
  • Anteil tierischer Produkte verringern,
  • mehr Biolebensmittel kaufen,
  • Einkauf entsprechend der Saison,
  • Lebensmittel regional beschaffen,
  • beim Einkauf und bei der Zubereitung auf CO2-Vermeidung achten,
  • Lebensmittel nicht verschwenden.

Zeigen, wie es geht

All das sind zwar keine neuen Erkenntnisse, mir gefällt aber, dass die Autoren des Klimakochbuchs bei der Zusammenstellung der Rezepte zeigen, wie man diese Ideen praktisch umsetzen kann. Wir können zum Beispiel die CO2-Belastung einer Nudel-Mahlzeit halbieren, wenn wir statt einer Fleisch-Bolognese eine vegane Bolognese zu den Spaghetti reichen.

Das Buch schafft den Spagat zwischen einem ansprechenden alltagstauglichen Kochbuch und einer Einführung in die komplexen Zusammenhänge zwischen unseren Essgewohnheiten und ihren Auswirkungen auf das Klima. Nach meinem „Geschmack“ könnte das Klimakochuch jedoch noch schärfer und mutiger geschrieben sein, denn „Essen ist eine politische Handlung“, wie Koch und Aktivist Wam Kat sagt.

Weiterführende Links

Klimafreundlich einkaufen, kochen und genießen

BUND | Klimakochbuch: Brutzeln gegen die Erderwärmung

Zeit-Online | Wam Kat, der Demo-Koch

Website der BUND-Jugend

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