Balkon-Bewässerung mit dem Gardena-System

Balkon-Bewässerung mit dem Gardena-System
Mit dem Micro-Drip-System von Gardena konnte ich in meiner zweiten Saison als Balkongärtner die Pflanzen optimal mit Wasser versorgen. Die Tomaten, Paprika, Auberginen, Salate und Kräuter haben es mir mit einer lang anhaltenden Ernte gedankt.

Sommer auf dem Balkon

In meinem ersten Sommer mit einem großen Balkon auf der Südseite und der Möglichkeit Frucht- und Blattgemüse sowie Kräuter anzubauen, habe ich alle Pflanzen von Hand gegossen. Gedüngt habe ich nach Bedarf mit Bio-Flüssigdünger. Das ging auch recht gut, jedoch haben kurze Dienstreisen ohne Versorgung die Pflanzen in der Entwicklung zurückgeworfen.
 
In den Sommerferien haben wir eine Schülerin gebeten, die Pflanzen zu gießen. Ausgerechnet in diesen drei Wochen, war das Wetter extrem heiß und trocken. In dieser Phase haben die Gurken, Kürbisse und Tomaten so sehr Schaden genommen, dass sie uns danach nicht mehr viel Freude bereitet haben.

Bewässerung automatisieren 

Aufgrund dieser Erfahrungen wollte ich das Problem mit der Bewässerung für die folgende Saison lösen. Nach einiger Information über die möglichen Alternativen habe ich mich für ein Gardena Micro-Drip-System entschieden.
 
Ich habe daraufhin mit Gardena Kontakt aufgenommen und nachgefragt, ob sie mir helfen könnten, ein geeignetes System für meinen Balkon zusammenzustellen. Mit der Information auf der Website von Gardena und der direkten Beratung durch einen Mitarbeiter ist das Bewässerungssystem entstanden, das mir Gardena zum Testen kostenlos bereitgestellt hat. Was alles zum Bewässerungssystem gehört, zeige ich euch im Video.

Gardena Micro-Drip-System

Das Herzstück – oder besser ausgedrückt das Hirn – der Anlage ist der Bewässerungscomputer MultiControl von Gardena. Am Bewässerungscomputer stellt man ein, an welchen Tagen, zu welcher Uhrzeit, für welchen Zeitraum bewässert werden soll. Dabei lassen sich auch mehrere Wassergaben pro Tag einstellen. In den eingestellten Intervallen läuft dann die Bewässerung ohne weiteres Zutun einer Person.
 
Die Steuereinheit MultiControl habe ich mit Schläuchen an den Wasserhahn angeschlossen. Das erste wichtige Bauteil nach dem Bewässerungscomputer ist das sogenannte Basisgerät 1000. Es hat die Aufgabe, das Wasser zu filtern und den Wasserdruck zu regulieren. Dahinter entfaltet sich das Geflecht aus Verlegerohren, T-Stücken, Verteilrohren und verschiedenen Tropfern.
 

Ein, zwei oder drei Tropfer

Auf unserem Balkon habe ich sowohl die Blumenkästen mit den Kräutern und Salaten als auch die verschieden Pflanzcontainer der Tomaten, Paprika und Auberginen mit Wassertropfern versorgt. Dabei reguliert die Anzahl und Verteilung der Tropfer, wieviel Wasser die einzelnen Pflanzen bekommen. So hatte jeder große Tomaten-Container drei Tropfer, die kleineren Töpfe von Paprika und Auberginen hatten je zwei Tropfer und die Balkonkästen hatten ich je vier Tropfer.
 
Das Verlegerohr habe ich in Hufeisenform am inneren, oberen Rand des Balkons entlang geführt. An den beiden äußeren Seiten – wo die Fruchtgemüse standen – habe ich noch eine Schleife nach unten zu den Tomaten, Paprika und Auberginen gelegt. Die kleinen Verteilschläuche gingen dann an verschiedenen Stellen am Verlegerohr ab und über die Reihen- oder Endtropfer habe ich die Pflanzen mit Wasser versorgt.

Die Pflanzen haben profitiert

Wenn ich auf die kurze und intensive Balkongarten-Saison zurückblicke, bin ich mit dem Micro-Drip-System von Gardena sehr zufrieden. Ich habe es genossen, morgens die Pflanzen nicht bewässern zu müssen. Kurze Dienstreisen oder ein Wochenend-Tripp waren kein Problem mehr. Und die gleichmäßige Wassererversorgung hat den Pflanzen sehr gut getan. Ich werde gerne auch nächstes Jahr wieder mit dem Micro-Drip-System meine Balkonpflanzen bewässern, denn das Gardena-System war sehr zuverlässig und leicht zu bedienen.

Was sich verbessern lässt

Das aktuelle Gartenjahr hat mir aber auch gezeigt, wo ich weitere Verbesserungen vornehmen kann. Ein Beispiel: Ist man mehr als eine Woche weg und das Wetter ist sehr wechselhaft. Also auf heiße und trockene Tage, folgt beispielsweise eine nasse Periode.

Dann ist es schwer, mit einer Einstellung des Bewässerungscomputer MultiControl beide Situationen abzudecken. Entweder gießt man in der einen Situation zu viel oder in der anderen Situation zu wenig. Man müsste berücksichtigen können, wie feucht die Erde ist, wenn die Bewässerung gestartet werden soll. Oder man müsste die Bewässerung ganz nach dem Feuchtigkeitsgrad der Erde zu steuern.

Feuchtigkeit messen

Gardena hat für die Messung der Feuchtigkeit in der Erde einen Bodenfeuchtesensor im Sortiment, der zusammen mit dem Bewässerungscomputer MultiControl funktioniert. Ist die Erde feucht genug, dann wird die automatische Bewässerung nicht gestartet. Das spart nicht nur Wasser, sondern verringert auch bei mehreren aufeinanderfolgenden nassen Tagen die Gefahr, dass die Pflanzen durch Staunässe Schaden nehmen. 

Düngung integrieren

Ebenso erscheint es mir sinnvoll, einen automatisches Düngerbeimischgerät in mein System zu integrieren. Während eines längeren Urlaubs würde ich dann Düngergaben über das Mischgeät geben, damit meine Pflanzen nicht hungern müssen. Gibt es für den Düngerbeimischer auch Bio-Dünger? Wer kennt sich damit aus?

Was sind eure Erfahrungen?

Schreibt mir, welche Erfahrungen ihr mit dem Micro-Drip-System von Gardena und der Bewässerungssteuerung gemacht habt? Habt ihr bei euch die Bewässerung automatisiert? Wie habt ihr das gemacht? Was sind eure Erfahrungen? Wo seht ihr Stärken oder Schwächen gegenüber anderen Bewässerungssystemen? 

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