Ablehnung Saatgutverordnung ist wichtiger Etappensieg

Ablehnung Saatgutverordnung ist wichtiger Etappensieg

 Europaparlament weist Kommissionsvorschlag für eine neue EU-Saatgutverordnung komplett zurück. Das Thema hatte in den letzten Monaten immer mehr Bürger erreicht und eine zunehmende öffentliche Diskussion erfacht. Die Diskussion ist damit nicht beendet, denn nach der Europawahl muss ein neuer Vorschlag erarbeitet werden.

Für die Interessen der Bürger

Die Kampagne „Freiheit für die Vielfalt“ macht sich stark für die Rechte der Bürger, kleiner Saatgutvermehrer und Züchter im Rahmen der neuen Saatgutverordnung. Die Kampagne hatte zuletzt mit einer Petition für die Saatgut-Vielfalt viele Bürger im deutschsprachigen Raum erreichen können.

Nachfolgend die Pressemeldung von „Freiheit für die Vielfalt“ zur aktuellen Entscheidung im Europäischen Parlament bezüglich der Saatgutverordnung.

Ein wichtiger Etappensieg

Straßburg / Berlin 11.3.2014 Die Kampagne „Freiheit für die Vielfalt“ begrüßt die überwältigende Mehrheit, mit der das Europäische Parlament heute den Entwurf der EU-Kommission für eine neue europäische Saatgutverordnung zurückgewiesen hat. „Ein entscheidender Erfolg für alle, die gegen die Gängelung der kleinen und biologischen Züchter gekämpft haben und für den freien Austausch unter Landwirten und Gärtnerinnen“, freute sich Benedikt Haerlin von der Kampagne.

Mehr als 700.000 Unterschriften in Deutschland und Österreich hatten den Abgeordneten vor Augen geführt, wie vielen Menschen der freie Austausch und die vor allem auch biologische Züchtung von Saatgut am Herzen liegen. „Wir werden im Wahlkampf bei den Kandidatinnen und Kandidaten nachfragen wie sie nach den Europawahlen mit dem Thema weiter umgehen wollen.“ Denn leider konnten sich die Europaabgeordneten nicht auf eine gemeinsame Begründung ihrer Ablehnung einigen.

Diskussion um Saatgutverordnung geht weiter

Vermutlich Ende 2014 wird das Thema erneut auf der Tagesordnung stehen. „Dann geht der Kampf für die Freiheit der Vielfalt in die zweite, entscheidende Runde“, warnte Haerlin, „Die internationalen Saatgutkonzerne werden nach neuen Mitteln suchen, ihre Industriestandards und Hybridsaatgut-Normen gegen sich selbst vermehrende, samenfeste Sorten und die Vielfalt von unten durchzusetzen. Dabei könnte auch das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA eine Rolle spielen“.

Die Kampagne hofft, dass nun spätestens der oder die neue EU-Kommissar(in) den in erster Lesung auf ganzer Linie abgelehnten Entwurf zurückzieht und zusammen mit allen Beteiligten nun einen gänzlich neuen Anlauf wagt.

Pressekontakt: Benedikt Haerlin 0173 9997555
Kontakt: Rebekka Schwarzbach, Freiheit für die Vielfalt, Marienstr.19-20, 10117 Berlin
Telefon 030 28482324, Email: info@freievielfalt.de Webseite: www.freievielfalt.de

Aktionsbündnis für die Saatgutvielfalt

Die Kampagne „Freiheit für die Vielfalt“ wird von folgenden Organisationen getragen:

Save Our Seeds,
Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft | BÖLW,
campact,
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft | AbL,
IG Nachbau,
Zukunftsstiftung Landwirtschaft,
Kultursaat e.V.,
Arche Noah,
Global 2000

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